Soziales Leben

Blomkvist et al (2002) haben eine Studie durchgeführt, in der sie Cluster und Migräne Patienten hinsichtlich ihrer Bewältigungsstrategien befragt haben. Dabei haben sie herausgefunden, dass Patienten mit Cluster Kopfschmerz eher dazu tendieren, sich sozial zurückzuziehen, als Patienten mit Migräne.

Die folgende Abbildung (Abbildung 1.0) fasst die im Rahmen der Studie erarbeiteten charakteristischen Persönlichkeitszüge von Cluster- und Migränepatienten zusammen. Wir können uns damit eine Art stereotypischen Cluster bzw. Migräne Patienten "basteln". An dieser Stelle muss man natürlich in Betracht ziehen, dass diese "Charakterzüge" nicht auf jeden Cluster Patienten zutreffen müssen!

Abbildung 1.0: Der stereotypische Cluster- bzw. Migränepatient


Als mögliche Ursache für die Ergebnisse dieser Studie, insbesondere mit Hinblick auf die stärkere Tendenz in Richtung des sozialen Rückzugs bei Patienten mit Cluster Kopfschmerz, vermuten Blomkvist et al (2002), dass Cluster Kopfschmerz eine Krankheit ist, die Patienten im Vergleich zur Migräne in größerem Maße einschränkt.

An dieser Stelle solltet ihr jedoch nicht vergessen, dass diese Eigenschaften nicht gezwungenermaßen auf alle Cluster- oder Migränepatienten zutreffen müssen. Hier handelt es sich lediglich um statistische Werte.

 

Literatur- und Quellenangaben:

Blomkvist, V., Hannerz, J., Katz, L., Töres, T. (2002): Coping style and social support in men and women suffering from cluster headache or migraine. Headache 2002; 42:178-184.